FACE TO FACE
Vortragsreihe zur Ausstellung Anton Graff - Gesichter einer Epoche

Heutige Persönlichkeiten aus Literatur, Film und Kunst treffen auf die wichtigsten von Anton Graff vor über 200 Jahren porträtierten Vertreter der deutschen Aufklärung. Von Angesicht zu Angesicht fragen sie: Wer waren die Menschen hinter den Gesichtern? Was trieb sie auf ihrem Lebensweg an? Was haben Sie uns zu sagen? Die faszinierenden Lebensgeschichten aus dem 18. Jahrhundert, erzählt und referiert von Zeitgenossen, zeigen, wie aktuell und lebendig diese Epoche wirkt.

Vorträge à 30 Minuten, jeweils donnerstags um 18.30 Uhr im Deutschrömer-Saal in der Alten Nationalgalerie

Kosten:
3 Euro pro Termin. Besuch der Ausstellung nicht inklusive.

Tickets:
Limitierte Plätze; Anmeldung erforderlich
Buchung leider nicht mehr möglich.

TERMINE

7. November 2013
Dr. Marc Fehlmann, FRSA, Kunsthistoriker und Kurator der Graff-Ausstellung im Museum Oskar Reinhart, Winterthur, spricht über Leben und Werk des Porträtmalers Anton Graff (1736–1813)

Foto: © Tripa

Dr. Marc Fehlmann studierte Klassische Archäologie und Kunstgeschichte an den Universitäten von Basel und Zürich sowie Museumskunde am Courtauld Institute of Art in London. Während seines Studiums arbeitete Fehlmann am Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft (SIK) in Zürich und am Kunstmuseum Solothurn. Von 1999 bis 2004 war er Konservator am Kunstmuseum Bern. Anschließend folgten Forschungs- und Lehrtätigkeiten an den Universitäten von Zürich, Oxford und an der Eastern Mediterranean University (EMU) in Famagusta, Zypern. Im Mai 2012 übernahm er die Leitung der beiden Winterthurer Museen Oskar Reinhart am Stadtgarten und Briner und Kern. Fehlmann ist Herausgeber mehrerer Ausstellungskataloge, u.a. 2001 Picasso und die Schweiz und zuletzt 2013 Anton Graff. Gesichter einer Epoche.

Vortrag anhören (MP3, 28 Min.)

14. November 2013
Hanns Zischler, Schauspieler und Autor, spricht über den Dichter Johann Gottfried Herder (1744–1803)

Foto: © Jennifer Frey

Hanns Zischler, geboren 1947 in Nürnberg, studierte Philosophie, Ethnologie, Musikwissenschaft und Germanistik in München und Berlin. Er arbeitete als Lektor und Übersetzer französischer Philosophen. 1968 ging er an die Berliner Schaubühne, ab 1970 spielte er in diversen deutschen und internationalen Filmproduktionen mit. Bekannt wurde Zischler 1976 durch den Film Im Lauf der Zeit. 2005 spielte er in Steven Spielbergs München und 2009 im Film Hilde, zuletzt war er 2012 in Rommel zu sehen. Als Autor veröffentlichte er zuletzt 2010 Der Schmetterlingskoffer und 2013 Berlin ist zu groß für Berlin, als Herausgeber 2013 Die Erkundung Brasiliens. Friedrich Sellows unvollendete Reise.

Vortrag anhören (MP3, 37 Min.)

21. November 2013
Prof. Dr. phil. Jan Philipp Reemtsma, Geschäftsführender Vorstand des Hamburger Instituts für Sozialforschung, Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Hamburg und Vorstand der Arno Schmidt Stiftung, spricht über den Dichter Gotthold Ephraim Lessing (1729–1781)

Foto: © Hamburger Institut für Sozialforschung

Prof. Dr. phil. Jan Philipp Reemtsma, geboren 1952 in Bonn, studierte Germanistik und Philosophie in Hamburg. Er ist Stifter und geschäftsführender Vorstand des Hamburger Instituts für Sozialforschung, Gründer und Vorstand der Arno Schmidt Stiftung und Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Hamburg. Es liegen zahlreiche Veröffentlichungen zu literarischen, historischen, politischen und philosophischen Themen vor, darunter zuletzt 2006 Über Arno Schmidt. Vermessungen eines poetischen Terrains, 2007 Lessing in Hamburg sowie jeweils 2013 in einer Neuausgabe Vertrauen und Gewalt. Versuch über eine besondere Konstellation der Moderne und Mehr als ein Champion. Über den Stil des Boxers Muhammad Ali.

Vortrag anhören (MP3, 30 Min.)

28. November 2013
Dr. Alexander Kissler, Ressortleiter Kultur beim Monatsmagazin „Cicero“, spricht über den Schriftsteller Christoph Friedrich Nicolai (1733–1811)

Foto: © Andrej Dallmann

Dr. Alexander Kissler, geboren 1969 in Speyer, studierte Neuere deutsche Literaturwissenschaft, Mittlere und Neuere Geschichte sowie Medienwissenschaft in Gießen und Marburg. Von 1999 bis 2001 schrieb er für das Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, anschließend war er bis 2010 Feuilletonredakteur bei der Süddeutschen Zeitung und von 2010 bis 2012 beim Focus. Seit Januar 2013 leitet Kissler das Kulturressort des Cicero. Im März 2013 veröffentlichte er das Buch Papst im Widerspruch. Benedikt XVI. und seine Kirche 2005-2013.

Vortrag anhören (MP3, 36 Min.)

5. Dezember 2013
Dr. Jens Bisky, Redakteur im Feuilleton der „Süddeutschen Zeitung“ und Autor, spricht über den Dramatiker, Lyriker und Publizisten Heinrich von Kleist (1777–1811)

Foto: © Rolf Walter

Dr. Jens Bisky, geboren 1966 in Leipzig, studierte Kulturwissenschaft und Germanistik in Berlin. Seit 2001 ist er Redakteur im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung. Daneben veröffentlichte er mehrere Bücher zur Zeitgeschichte, darunter Geboren am 13. August - Der Sozialismus und ich 2004 und Die deutsche Frage – Warum die Einheit unser Land gefährdet 2005. 2007 erschien Kleist. Eine Biographie, 2011 das Lesebuch Unser König. Friedrich der Große und seine Zeit.

Vortrag anhören (MP3, 52 Min.)

12. Dezember 2013
Prof. Dr. Ethel Matala de Mazza, Professorin für Neuere Deutsche Literatur an der Humboldt Universität zu Berlin, spricht über die Literaturkritikerin und Schriftstellerin Dorothea Schlegel (1764–1839)

Privatfoto

Prof. Dr. Ethel Matala de Mazza studierte 1987 bis 1994 Neuere deutsche Literatur, Philosophie, Linguistik und Kunstgeschichte an den Universitäten Bochum, Paris und München. Anschließend war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität München und promovierte dort 1999, 2007 folgte die Habilitation im Fach Neuere deutsche Literaturwissenschaft. 2007 bis 2010 war sie Professorin an der Universität Konstanz, seit 2010 ist sie Professorin am Institut für Deutsche Literatur der HU Berlin. Sie veröffentlichte u.a. 1999 Der verfaßte Körper. Zum Projekt einer organischen Gemeinschaft in der Politischen Romantik sowie 2007, gemeinsam mit Albrecht Koschorke, Susanne Lüdemann und Thomas Frank Der fiktive Staat. Konstruktionen des politischen Körpers in der Geschichte Europas.

Vortrag anhören (MP3, 44 Min.)

9. Januar 2014
Prof. Dr. phil. Ernst Osterkamp, Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Humboldt Universität zu Berlin, spricht über den Philosophen Johann Georg Sulzer (1720–1779)

© Isolde Ohlbaum

Prof. Dr. phil. Ernst Osterkamp, geboren 1950 in Tecklenburg, studierte Germanistik, Sozialwissenschaften und Philosophie in Münster. Nach einjähriger freier Verlagsmitarbeit war er ab 1979 als wissenschaftlicher Assistent am Institut für Germanistik der Universität Regensburg tätig, 1988 folgte die Habilitation. Seit 1992 ist er Professor für Neuere Deutsche Literatur an der HU Berlin. Er veröffentlichte u.a. 2010 Poesie der leeren Mitte. Stefan Georges Neues Reich und 2012 das Goethe-Handbuch.

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16. Januar 2014
Prof. Dr. Norbert Miller, Autor und emeritierter Professor für Literaturwissenschaft an der Technischen Universität Berlin, spricht über den Kupferstecher Daniel Nikolaus Chodowiecki (1726–1801)

© Isolde Ohlbaum

Prof. Dr. Norbert Miller, geboren 1937 in München, studierte Literatur- und Musikwissenschaft sowie Kunstgeschichte in Frankfurt/ Main und Berlin. Von 1962 bis 1965 war er als Assistent an der Universität Frankfurt/Main tätig. Ab 1973 hatte Müller ein Ordinariat für Vergleichende Literaturwissenschaft an der TU Berlin inne, bis 2004 war er geschäftsführender Direktor des Instituts für Philosophie, Literatur-, Wissenschafts- und Technikgeschichte. Seit 2006 ist er emeritiert. Er ist Mitherausgeber der Zeitschrift Sprache im technischen Zeitalter und der Münchner Ausgabe der Werke Goethes. Als Autor veröffentlichte er u.a. 2002 Der Wanderer. Goethe in Italien, 2009 Die ungeheure Gewalt der Musik. Goethe und seine Komponisten und zuletzt 2012 Fonthill-Abbey. Die dunkle Welt des William Beckford.

Vortrag anhören (MP3, 55 Min.)

23. Januar 2014
Prof. Dr. Susan Neiman, Philosophin und Direktorin des Einstein Forums, spricht über den Philosophen Moses Mendelssohn (1729–1786)

Prof. Dr. Susan Neiman, geboren 1955 in Atlanta, Georgia, studierte Philosophie in Harvard. Von 1989 bis 1996 war sie Professorin für Philosophie an der Yale Universität und von 1996 bis 2000 an der Universität von Tel Aviv. Neiman ist Direktorin des Einstein Forums in Potsdam. Sie veröffentlichte unter anderem 1992 Slow Fire: Jewish Notes from Berlin, 1994 The Unity of Reason: Rereading Kant, 2004 Das Böse denken. Eine andere Geschichte der Philosophie und 2010 Moralische Klarheit. Leitfaden für erwachsene Idealisten.

Vortrag anhören (MP3, 42 Min.)

30. Januar 2014
Sibylle Lewitscharoff, Autorin, spricht über den Dichter Friedrich Schiller (1759–1805)

© Susanne Schleyer

Sibylle Lewitscharoff, geboren 1954 in Stuttgart, studierte Religionswissenschaft an der FU Berlin. 1994 debütierte sie mit dem Prosaband 36 Gerechte. 1998 erschien die Erzählung Pong, für die sie mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet wurde. Es folgten 1999 die Romane Der Höfliche Harald, 2003 Montgomery und 2006 Consummatus. Der Roman Apostoloff wurde 2009 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. 2011 stand sie mit dem Roman Blumenberg  auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis. 2013 erhielt Lewitscharoff den Georg-Büchner-Preis. Im Grimm-Jahr 2013 übernahm sie die Grimm-Professur an der Universität Kassel.

Vortrag anhören (MP3, 29 Min.)

6. Februar 2014
Prof. Dr. phil. Ernst Osterkamp, Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Humboldt Universität zu Berlin, spricht über den Schauspieler und Dramatiker August Wilhelm Iffland (1759–1814)

© Isolde Ohlbaum

Prof. Dr. phil. Ernst Osterkamp, geboren 1950 in Tecklenburg, studierte Germanistik, Sozialwissenschaften und Philosophie in Münster. Nach einjähriger freier Verlagsmitarbeit war er ab 1979 als wissenschaftlicher Assistent am Institut für Germanistik der Universität Regensburg tätig, 1988 folgte die Habilitation. Seit 1992 ist er Professor für Neuere Deutsche Literatur an der HU Berlin. Er veröffentlichte u.a. 2010 Poesie der leeren Mitte. Stefan Georges Neues Reich und 2012 das Goethe-Handbuch.

Vortrag anhören (MP3, 45 Min.)

 

13. Februar 2014
Elke Schmitter, Schriftstellerin und Journalistin beim „Spiegel“, spricht über die Salonière Henriette Herz (1764–1847)

© Gabriele Witter

Elke Schmitter, geboren 1961 in Krefeld, studierte Philosophie an der Universität München. Danach war sie als Journalistin tätig, von 1992 bis 1994 als Chefredakteurin der taz, anschließend als freie Mitarbeiterin der Zeit und der Süddeutschen Zeitung. Seit 2001 gehört sie der Redaktion des Magazins Der Spiegel an. Elke Schmitters erster Roman Frau Sartoris wurde 2000 mit dem Niederrheinischen Literaturpreis der Stadt Krefeld ausgezeichnet. Es folgten der Roman Leichte Verfehlungen 2002, der Gedichtband Kein Spaniel 2005 und der Roman Veras Tochter 2006. Mit Verena Auffermann, Gunhild Kübler und Ursula März veröffentlichte Schmitter 2009 Leidenschaften. Eine weibliche Literaturgeschichte in 99 Portraits. Zuletzt erschien 2012 ihr Kinderbuch Ich, Kasimir – an Bord des Piratenschiffs.

Vortrag anhören (MP3, 34 Min.)